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Geschichte

Gründung

Gründungsurkunde

Aus mündlicher Überlieferung ist bekannt, daß bei einem Großbrand im Jahre 1920 das landwirtschaftliche Anwesen Wagner (heute Brückner, Zum Steinbruch 1) ein Raub der Flammen wurde. Bei den Löscharbeiten soll es zu Schwierigkeiten bei der Wasserförderung und Bedienung der Handdruckspritze gekommen sein. Um bei der Brandbekämpfung die Gefahren durch elektrischen Strom auszuschließen, hatte man angeblich die Freileitung durch Überwerfen einer Zugkette kurzgeschlossen.

Diese schwerwiegenden Pannen und andere erhebliche Mängel bei der Koordinierung des Löscheinsatzes veranlaßten den Ortsvorsteher Haag, in einer Bürgerversammlung erneut zu versuchen, eine freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Dem oben abgebildeten Gründungsprotokoll vom 9. Januar 1921 ist zu entnehmen, daß auf der von Bürgermeister und Ortsvorsteher angesetzten Versammlung 70 Männer erschienen waren, die sich zur Mitgliedschaft in einer freiwilligen Feuerwehr bereit erklärten. Diese Mitglieder wählten aus ihren Reihen die Wehrführung und den Vorstand.

(Aus der Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Dattenberg (FFD) 1921 - 1945, Walter Schwarz und Anton Rings)

Der heilige Floarian - Schutzpatron in Feuersgefahr und Wassernot

Heiliger Florian

Der Heilige FLORIAN, Schutzpatron der Feuerwehren, hier als römischer Soldat abgebildet. In der rechten Hand hält er eine Lanze, mit der linken gießt er einen Kübel Wasser über ein brennendes Haus. Die Zeichnung ist ein Beitrag des Dattenbergers Helmut Honnef zum Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr. Das Bild auf dieser Seite, entnommen dem Großen Buch der Heiligen, stellt Florian in der Rüstung eines mittelalterlichen Ritters dar, der ebenfalls ein brennendes Gebäude, aus dem sich ein Mensch flüchtet, löscht. Aureole und Kreuzfahne kennzeichnen ihn als Heiligen. Bevor Florian ein Heiliger und Fürsprecher in Feuersgefahr und Wassernot wurde, tat er in einer römischen Legion, die in der Provinz Noricum, dem Gebiet zwischen Inn und Wiener Wald, Donau und Drau, stationiert war, Dienst.

Hier wurde der Soldat Florian, der sich dem Christentum zugewandt hat­te, um 304, als er während der diokletianischen Christenverfolgung 40 inhaftierten Glaubensgenossen zur Hilfe eilte, zum Bekenner. Der kaiserliche Statthalter versuchte den tüchtigen Offizier zu überreden, die kaiserlichen Befehle zu befolgen und den Göttern zu opfern. Florian lehnte ab. Darauf ließ der Statthalter Aquilinus Florian foltern und, als dieser alle Marter standhaft ertrug, mit einem Stein beschwert in Lorch (Oberösterreich) von der Ennsbrücke in den Fluß werfen. Seine Überreste wurden von Christen geborgen. Später erbaute man an seiner Grabstätte eine Kapelle, an der sich fromme Einsiedler niederließen. Auf diesen Ursprung beruft sich das berühmte Stift der Augustiner-Chorherren St. Florian bei Linz an der Donau. Die prächtige barocke Kirche birgt einen Teil der Reliquien des Heiligen. Mit dem Stift fühlte sich der Komponist Anton Bruckner geistig verbunden, an der Orgel dieser Kirche improvisierte der große Tonkünstler zum Lob Gottes und des Stiftspatrons. Florian ist ein Volksheiliger, verehrt insbesondere in Österreich und Altbayern. Zahlreiche Begebenheiten bezeugen die Kraft seiner Fürbitten. Sein Gedenktag, der 4. Mai, wird mit reichem Brauchtum begangen, an dem die Feuerwehren, Bierbrauer und Kaminfeger teilhaben.

(Quelle: Das große Buch der Heiligen, München 1978, Lexikon für Theologie u. Kirche)